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Warum entscheiden sich technische Leiter für das JUMO diraTRON System zur hochpräzisen Temperaturüberwachung in der Produktion?

By 8. April 2026April 15th, 2026No Comments

Wenn Temperaturabweichungen ganze Chargen kosten

Drei Grad Abweichung bei der Pasteurisierung – und eine komplette Tagesproduktion landet im Abfall. Für technische Leiter in der Lebensmittelindustrie ist das kein theoretisches Szenario, sondern ein reales Risiko, das sie täglich managen. Die Frage lautet nicht, ob präzise Temperaturüberwachung nötig ist, sondern welches System die Anforderungen an Genauigkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit tatsächlich erfüllt.

Genau hier setzt das JUMO diraTRON System an. Als universeller Regler ermöglicht es die präzise Kontrolle von Temperatur, Druck und weiteren Messgrößen – mit frei konfigurierbaren Messeingängen und Regelungsoptionen, wie das Fachportal messweb.de bestätigt. In diesem Artikel erfahren Sie, warum sich technische Leiter für das JUMO diraTRON System zur hochpräzisen Temperaturüberwachung in der Produktion entscheiden und welche konkreten Vorteile die Lösung im Produktionsalltag bietet.

Das JUMO diraTRON System wird über Standardschnittstellen in bestehende Steuerungsarchitekturen der Lebensmittelproduktion integriert.?

Das JUMO diraTRON System ist ein universeller Hutschienenregler, der sich über standardisierte Schnittstellen nahtlos in bestehende SPS-Architekturen einbinden lässt. Laut Klaus Otto, Produktmanager bei JUMO, liegen die zwei wesentlichen Vorteile darin, dass die Integration in bestehende Systeme leicht von der Hand geht und der Regler mit zahlreichen anderen Systemen kompatibel ist.

Für Systemintegratoren bedeutet das konkret: Ob Siemens-SPS, CODESYS-basierte Steuerungen oder übergeordnete Leitsysteme – der diraTRON fügt sich über Feldbus- und Ethernet-Protokolle ein, ohne dass bestehende Infrastruktur ausgetauscht werden muss. Die Regelkreise arbeiten dabei autark und beanspruchen keine Ressourcen der Zentraleinheit. Das entlastet die Gesamtarchitektur und reduziert Inbetriebnahmezeiten erheblich.

Dezentrale Regelung ohne Systemaustausch

Dezentrale Steuerungsarchitekturen ermöglichen eine kosteneffiziente Skalierung, weil neue Regelkreise unabhängig hinzugefügt werden können. Beim JUMO diraTRON bedeutet das: Sie erweitern Ihre Anlage um zusätzliche Temperaturzonen, ohne die zentrale SPS umzuprogrammieren. Jeder Regler übernimmt seinen Regelkreis eigenständig – mit schneller Zykluszeit und bewährten PID-Algorithmen.

Welche Messgenauigkeit erreicht das JUMO diraTRON bei kritischen Temperaturprozessen in Brauereien und Molkereien?

Platin-Temperatursensoren mit Nennwert Pt100 oder Pt1000 erreichen nach DIN EN 60751 in der Genauigkeitsklasse F0,15 eine Grenzabweichung von ±0,15 °C bei 0 °C. JUMO setzt als Weltmarktführer im Bereich industrieller Temperaturfühler auf diese Platin-Chip-Technologie, die hohe Messgenauigkeit und Langzeitstabilität garantiert.

In der Praxis heißt das: Bei Pasteurisierungsprozessen in Molkereien oder bei der Maischtemperaturführung in Brauereien liefert das diraTRON System zuverlässige Regelung im Bereich von –70 °C bis +600 °C. Die vier verfügbaren Genauigkeitsklassen (F0,1; F0,15; F0,3 und F0,6) lassen sich je nach Prozessanforderung wählen. Für Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie empfehlen wir bei JUMO in der Regel Klasse F0,15 oder besser.

Konfigurierbare Regelungsoptionen für unterschiedliche Prozesse

Der JUMO diraTRON bietet vier Regelungsarten: Zweipunkt-, Dreipunkt-, Dreipunkt-Schritt- und stetige Regelung. Diese Flexibilität ermöglicht es, denselben Reglertyp für grundverschiedene Temperaturprozesse einzusetzen – von der sanften Joghurtreifung bis zur schnellen Sterilisation. Die frei konfigurierbaren Messeingänge machen einen Gerätewechsel bei Prozessänderungen überflüssig.

Möchten Sie wissen, welche Konfiguration für Ihre spezifischen Temperaturprozesse die beste Regelgüte liefert? Unsere JUMO-Ingenieure beraten Sie in einem kostenlosen Erstgespräch – von der Sensorauswahl bis zur Reglerparametrierung.

Warum entscheiden sich technische Leiter für das JUMO diraTRON System als Baustein der digitalen Transformation?

Single Pair Ethernet (SPE) ist eine Schlüsseltechnologie für die durchgängige IP-Vernetzung von der Sensorebene bis zur Cloud. JUMO gehört zu den Vorreitern bei der Implementierung von SPE und IO-Link in der industriellen Messtechnik. Für technische Leiter bedeutet das: Der diraTRON ist nicht nur ein Regler für heute, sondern eine Investition in eine zukunftsfähige Infrastruktur.

Die Maschinendaten des diraTRON lassen sich über standardisierte Schnittstellen wie OPC UA sicher und echtzeitfähig in übergeordnete ERP-Systeme übertragen. In Kombination mit dem JUMO variTRON 500 touch als Gateway entsteht eine durchgängige Kommunikationskette vom Sensor bis in die JUMO Cloud – ohne Medienbrüche.

IO-Link-Integration für schnellere Inbetriebnahme

IO-Link-fähige JUMO-Sensoren reduzieren den Verkabelungsaufwand bei modularen Abfüllanlagen erheblich. Statt aufwendiger Analogverdrahtung genügt ein Standardkabel pro Sensor. Bei einem Sensorwechsel überträgt IO-Link die Parametrierung automatisch auf das neue Gerät. Das verkürzt Inbetriebnahmezeiten und senkt gleichzeitig die Fehlerquote bei der Verkabelung.

Predictive Maintenance statt ungeplanter Stillstände

Vernetzte JUMO-Systeme erfassen kontinuierlich Sensordaten und erkennen Abweichungen, bevor sie zu Ausfällen führen. In der Fleischverarbeitung – wo Produktionsunterbrechungen besonders kostspielig sind – ermöglicht das eine vorausschauende Wartungsplanung. Driftet ein Temperatursensor, meldet das System die Abweichung rechtzeitig. So vermeiden Sie ungeplante Stillstände und sichern gleichzeitig die lückenlose Chargendokumentation gemäß IFS-Food-Standards.

Wie unterstützt JUMO die Prozesssicherheit von der Planung bis zum laufenden Betrieb?

JUMO bietet Systemlösungen an, die Thermoprozesstechnik mit Sensorik und Automatisierung kombinieren. Das Produktspektrum reicht von zertifizierten Widerstandsthermometern über den diraTRON Regler bis hin zu kompletten Automatisierungssystemen. Für SIL- und PL-Messketten stehen neben zertifizierten Messumformern und Begrenzern auch qualifizierte Sensoren zur Verfügung.

Technische Leiter schätzen dabei besonders, dass JUMO nicht nur einzelne Komponenten liefert, sondern Prozesse gemeinsam orchestriert. Unsere Ingenieure entwickeln projektspezifische Lösungen – von der Bilgenwasser-Überwachung im Schiffbau bis zur Echtzeit-Überwachung von Elektrolyseprozessen in der Wasserstoffwirtschaft. Dieses tiefe Anwendungswissen fließt direkt in die Konfiguration Ihrer Temperaturregelstrecken ein.

Vorkonfigurierte Software-Bibliotheken für kürzere Engineering-Zeiten

JUMO stellt vorkonfigurierte Funktionsbausteine für typische Temperaturregelstrecken bereit. Systemintegratoren profitieren von CODESYS-basierter Programmierung, die den Engineering-Aufwand bei kundenspezifischen Lebensmittelprozessen deutlich verkürzt. Statt jede Regelstrecke von Grund auf zu programmieren, greifen Sie auf erprobte Bausteine zurück und passen diese an Ihre Anforderungen an.

Fazit: Hochpräzise Temperaturüberwachung als strategische Entscheidung

Warum sich technische Leiter für das JUMO diraTRON System zur hochpräzisen Temperaturüberwachung in der Produktion entscheiden, lässt sich auf drei Kernargumente verdichten: Erstens die messbare Präzision durch Platin-Sensortechnologie mit Genauigkeiten bis ±0,15 °C. Zweitens die einfache Integration in bestehende Steuerungslandschaften ohne Systemaustausch. Drittens die Zukunftsfähigkeit durch SPE, IO-Link und durchgängige Cloud-Anbindung.

Bei JUMO verstehen wir Temperaturüberwachung nicht als isolierte Messaufgabe, sondern als zentralen Baustein Ihrer Prozesssicherheit. Vom Sensor über den Regler bis zur Cloud-Anbindung erhalten Sie alles aus einer Hand – abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen Ihrer Branche.

Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Projektgespräch mit unserem Engineering-Team. Gemeinsam analysieren wir Ihre Temperaturregelstrecken und zeigen Ihnen, wie das diraTRON System Ihre Prozesssicherheit und Effizienz konkret steigert. Kontaktieren Sie JUMO – wir begleiten Sie von der Planungsphase bis zum laufenden Betrieb.

Häufig gestellte Fragen

Welche Zertifizierungen besitzt das JUMO diraTRON für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie?

JUMO bietet für aseptische Prozesse Komponenten mit EHEDG- und FDA-konformen Materialien an. Die hygienischen Schutzhülsen und Sensoren erfüllen die Anforderungen für den direkten Medienkontakt in der Lebensmittelproduktion.

Kann der JUMO diraTRON auch Druck und andere Messgrößen regeln?

Der JUMO diraTRON ist ein universeller Regler für Temperatur, Druck und weitere Messgrößen. Die frei konfigurierbaren Messeingänge erlauben den Einsatz mit unterschiedlichen Sensortypen ohne Hardwarewechsel.

Wie lassen sich analoge Bestandsanlagen mit dem diraTRON nachrüsten?

Über smarte Edge-Gateways lassen sich analoge Sensoren schrittweise digitalisieren. Der diraTRON wird als Hutschienenregler ohne große Umbauten in bestehende Schaltschränke integriert – Produktionsunterbrechungen bleiben minimal.

Welche Rolle spielt der diraTRON beim Rezepturmanagement in Bäckereien?

Der diraTRON ermöglicht die schnelle Parameterumschaltung bei Produktwechseln. Temperaturprofile für verschiedene Rezepturen werden gespeichert und bei Bedarf automatisch geladen. Das reduziert Umrüstzeiten und Bedienfehler.

Wie optimieren JUMO-Sensoren den Ressourcenverbrauch in CIP-Anlagen?

Intelligente Leitfähigkeits- und Temperatursensoren von JUMO erfassen Reinigungsmedien in Echtzeit. Dadurch lässt sich der Wasser- und Chemikalienverbrauch in CIP- und SIP-Anlagen messbar senken, weil Reinigungszyklen bedarfsgerecht gesteuert werden.

Quellen

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